„Etwas Kleines, etwas Spannendes, bitte!“

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Marcus Hannig begleitet seit zehn Jahren den Dessertbereich bei Unilever Food Solutions. Unter anderem ist er verantwortlich für die Beratung im Ice-Cream- und Out-of-Home-Bereich.

Herr Hannig, aufwendige Eisdesserts und Betriebsgastronomie – geht das zusammen?
Egal ob in einem À-la-carte-Restaurant oder einer Kantine – man muss immer Zeit in die Vorbereitung investieren. Oft machen Kollegen aber mise en place für ihre Hauptspeisen, Salate, Fleisch portionieren, all das, und lassen das Dessert dann hinten runterfallen. Für mich völlig unverständlich!

Auch für den Nachtisch in der Kantine?
Da ist es tatsächlich ein bisschen schwieriger. Den Gästen steht in der Mittagspause ja nur ein beschränkter Zeitraum zur Verfügung. Also wollen sie relativ schnell essen bei gleichzeitig guter Qualität. Zum Abschluss dann noch ein Dessert, das wird schwierig in der Form. Aber ebenso wie in der Erlebnisgastronomie muss ich auch in der Kantine überraschen.

Warum ist Überraschung wichtig?
Weil ein Betriebsrestaurant ebenso ein kulinarischer Ort ist wie ein Restaurant. Es gibt für mich nichts Schlimmeres als eine Kantine, in die ein Gast gar nicht mehr essen gehen möchte. Er hat ja keine an dere Wahl, kommt aus seinem Werk nicht raus. Für die Unternehmen ist es eine Frage der Mitarbeiterbindung und -motivation. Dazu kann gutes Essen vor Ort beitragen.

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