Regierung prüft Alkohol-Warnhinweise auf Lebensmitteln

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Auch Kefir und Fruchtsäfte enthalten Alkohol – die Bundesregierung will nun prüfen, ob es künftig spezielle Warnhinweise für versteckten Alkohol geben soll. Derzeit werde zunächst untersucht, ob es hierbei Handlungsbedarf gebe, sagte ein Sprecher von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) am Montag in Berlin. Die CSU-Familienpolitikerin Dorothee Bär fordert eine Warnung auf Lebensmitteln und alkoholfreien Getränken.

Besserer Schutz von Schwangeren und trockenen Alkoholikern

„Auf angeblich alkoholfreiem Bier sowie Lebensmitteln, die selbst geringe Alkoholmengen enthalten, muss eine entsprechende Warnung aufgedruckt werden“, sagte Bär der „Bild“-Zeitung (Montag). „Viele Schwangere wissen gar nicht, dass zum Beispiel alkoholfreies Bier bis zu 0,7 Prozent Alkohol enthält.“ Die CSU-Vize-Generalsekretärin und derzeit werdende Mutter will einen besseren Schutz von Schwangeren und von trockenen Alkoholikern erreichen.

Fruchtsäfte, Kefir und Essig

Alkohol in Lebensmitteln muss als Zutat angegeben werden – dabei gibt es aber zahlreiche Ausnahmen wie Getränke mit weniger als 1,2 Volumen-Prozent Alkohol oder teilweise gegorener Traubenmost. Alkoholfreie Getränke dürfen bis zu 0,5 Volumen-Prozent Alkohol haben. Auch Fruchtsäfte, Kefir oder Lebensmittel mit Essig können – natürlicherweise – Alkohol enthalten, ohne dass dies gekennzeichnet sein muss. (dpa)

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