Bordmenü vom Postboten

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Foto: LSG

Die Deutsche Post will ihr Online-Geschäft mit der Zustellung fertiger Menüs erweitern. Einen Testlauf mit im Internet bestellten Gerichten starten nun die Post-Tochter Allyouneed.com und die Lufthansa-Service-Gesellschaft (LSG) bis Ende Oktober.

Die Menüs, die auch die Lufthansa auf längeren Flügen auftischt, werden von der LSG gekocht und sollen mit dem Kurierdienst DHL zugestellt werden. Der Onlinehandel mit Lebensmitteln steckt noch in den Kinderschuhen, nimmt aber Fahrt auf. Der Anteil am gesamten E-Commerce-Geschäft lag 2012 noch bei 0,3 Prozent. Nach einer Studie der Unternehmensberater von Ernst & Young sollen bis 2020 aber Lebensmittel im Wert von 20 Milliarden Euro online gekauft werden. Das Projekt trägt den Arbeitstitel „Air Food One“. Die Menüs sind qualitativ an das Angebot der Lufthansa-Bordmenüs angelegt. „Air Food One“ findet sich im Angebot der Post-Tochter Allyouneed.com und soll für acht Wochen einer Testphase unterzogen werden. DHL-Sprecherin Dunja Kuhlmann erklärte dem Onlinedienst Golem.de im Juli 2014: „Wir haben unser Angebot für den Online-Lebensmittelversand konsequent ausgebaut: Mit unserer Tochter Allyouneed.com bieten wir online inzwischen ein Sortiment, das dreimal so groß ist wie das eines normalen Supermarktes. Ein besonderer Fokus liegt auf Marken- und Bioprodukten sowie auf regionalen Unternehmen.“ Das Testgebiet soll laut Rheinischer Post in Düsseldorf und Köln liegen, das sich in Düsseldorf eine geeignete LSG-Küche befände. Als würden neben Berufstätigen auch Senioren in Betracht kommen. Bisher können Interessenten unter zwei Menüs wählen: Vollkost und Vegetarisch. Zudem ist die Lieferung nur auf den Mittwoch begrenzt. Die Speisen sind maximal 24 Stunden haltbar und werden im Heißluftherd zubereitet. Die Bestellung erfolgt im Rahmen eines Abos, bei dem pro Mahlzeit zwischen 8.99 und 9,99 Euro fällig werden. Ob und wie das Projekt ausgebaut wird, dürfte wohl der Erfolg der Testphase entscheiden. (dpa/lon)

 

 

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