Fleischunternehmer attackiert Staatsanwaltschaft

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Im Hackfleisch-Streit vor dem Essener Landgericht ist Fleischunternehmer Clemens Tönnies am Dienstag in die Offensive gegangen. „Eine systematische Minderung des Rindfleisch-Anteils ist nicht erfolgt“, sagte der 54-Jährige den Richtern. Sein Unternehmen produziere das „beste Hackfleisch der Welt“ und habe auch nichts zu verheimlichen. Heftige Attacken fuhr Tönnies, Vorsitzender des Aufsichtsrates beim Fußball-Bundesligisten Schalke 04, gegen die Staatsanwaltschaft. Dabei sagte er: „Das Unternehmen sollte vernichtet werden.“

„Haltlose und abstruse Vorwürfe“

Durch „haltlose und abstruse Vorwürfe“ sei eine Kampagne losgetreten worden, die normalerweise kein Unternehmen überstehen würde. „Wir haben das nur überlebt, weil wir eine Top-Arbeit abliefern“, sagte Tönnies im Prozess. Trotzdem hätten ihn die Ermittlungen auch gesundheitlich stark mitgenommen. Er habe ein Jahr lang kaum geschlafen. „So darf in Deutschland gegen Leistungsträger nicht angegangen werden.“

Tönnies und zwölf seiner leitenden Angestellten wird vorgeworfen, zwischen 2005 und 2007 Hackfleisch verkauft zu haben, bei dem der Rindfleisch-Anteil geringer war als angegeben. Das Essener Landgericht hat für den Prozess noch Verhandlungstage bis in den September vorgesehen. (dpa)

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