EU und China wollen Produktherkunft schützen

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Die Europäische Union will mit China ein Abkommen zum Schutz geografischer Herkunftsangaben für landwirtschaftliche Produkte schließen. Eine entsprechende Kooperation könnte in diesem oder im nächsten Jahr vereinbart werden, sagte der EU-Kommissar für Landwirtschaft, Dacian Ciolos, am Donnerstag bei einem Besuch in Peking vor Journalisten. In der EU sind mehr als 3200 Produkte durch das System der geografischen Identifizierung (GI) geschützt.

In einem Pilotprojekt schützen China und die EU schon seit 2007 jeweils zehn Produkte, darunter Roquefort-Käse oder Parma-Schinken. Auf chinesischer Seite wurden bestimmte Tee-, Spargel- und Pfirsichsorten in die GI-Liste aufgenommen. Auch die chinesische Seite sei am Schutz der Herkunftsangaben interessiert, doch müssten die Systeme noch angeglichen werden, sagte Ciolos.

Bisherige Entwicklung lässt hoffen

Für die europäische Landwirtschaft sieht der EU-Kommissar „ein großes Potenzial“ in China. Die EU-Ausfuhren an landwirtschaftlichen Produkten nach China hätten 2010 um rund 50 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zugelegt. Die Nachfrage nach Wein und anderen alkoholischen Getränk sei stark gestiegen. Das Geschäft mit Käse und Milchprodukten sowie Fleisch nehme gerade seinen Anfang. Umgekehrt importiere die EU für 3,9 Milliarden Euro aus China.

Der EU-Kommissar hatte zusammen mit einer 30-köpfigen Unternehmerdelegation Hangzhou und Shanghai besucht. In Peking traf Ciolos seinen Amtskollegen Han Changfu, Handelsminister Chen Deming und Minister Zhi Shugping von der Qualitätsaufsicht. Auch stand ein Treffen mit dem für Landwirtschaft zuständigen Vizepremier Hui Liangyu auf dem Programm. (dpa)

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