Dr. Oetker kooperiert mit Backspezialist

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Guido Klüh, Bereichsleiter von Dr. Oetker Professional Foto: Dr. Oetker Professional

Backwaren vom Feinsten gehören seit neuestem zum Sortiment von Dr. Oetker Professional. Auf den Frühjahrsmessen stellt das Unternehmen seine Kooperation mit dem Backwarenspezialisten Wolf Butterback vor: Das Fürther Unternehmen steht für handwerkliche Tradition und hat sich bislang vor allem auf das Geschäft mit Bäckereien spezialisiert. Im Interview spricht Guido Klüh, Bereichsleiter von Dr. Oetker Professional, über die neue Kooperation.
Herr Klüh, welcher Art ist die Kooperation mit Wolf Butterback?

Wolf Butterback hat bislang ausschließlich Bäcker, direkt oder über die BÄKO, den Fachgroßhandel für Bäckereien und Konditoren, beliefert. Wir von Dr. Oetker Professional bedienen den Außer-Haus-Markt und den Großhandel und haben dafür im Vertrieb eine große Feldmannschaft aufgebaut. Wolf Butterback erweitert seinen Markt, Dr. Oetker Professional schließt umgekehrt eine Sortimentslücke. Die Bäcker wird Wolf Butterback weiterhin selbst bedienen.
Wird die Marke angeglichen?

Wolf Butterback hat bei den Bäckern einen sehr guten Ruf. Das Unternehmen verfügt über große Backkompetenz und ist auch als Marke hervorragend eingeführt. Das hängt mit der Qualität der Produkte zusammen: Trotz halbindustrieller Fertigung lässt man den Teig bis zu acht Stunden ruhen. Solch langen Ruhezeiten sind heutzutage in der Bäckereibranche nicht üblich. Die Produkte bleiben dadurch wesentlich länger frisch, sie sind saftig, und man schmeckt, dass Butter darin ist.
Wieviel Butter ist denn drin in den Backwaren?

Die Butter ist namensgebend. Die Backwaren enthalten nur reine Markenbutter, keine Margarine und auch keine anderen Fette. Vor allem beim Croissant schmeckt man den Unterschied.
Welche Artikel umfasst das Backwarensortiment?

Es stehen 40 backfertige Produkte zur Auswahl, zehn Croissants in allen Variationen und Größen, unter anderem ein Marmorcroissant, das kein anderer Anbieter im Sortiment hat. Das Pecannuss-Zöpfchen beispielsweise begeistert mit einer aromatischen Füllung aus Ahornsirup und Karamell und einer Garnitur aus Pecannuss-Stückchen. Die Butter-Quarktasche enthält saftigen, von Hand eingeschlagenen Frischquark. Herzhafte Snacks gibt es vegetarisch oder mit Geflügel, Speck oder Currywurst, insgesamt sind es 18 Snacks und Minis, dazu Strudel und Zwiebelkuchen à 180 g, die sich für die Zwischenverpflegung oder eine kleine Hauptmahlzeit eignen. Auch süße Plundergebäcke oder Laugenecken gehören zum Programm.
Wie wird produziert?

Wolf Butterback produziert in seinem Werk in Fürth, dort wird die Ware schockgefrostet und kommt ins Lager von Dr. Oetker Professional nach Ettlingen. Wir beliefern dann von dort aus unsere Großhandelspartner.

 

Welchen Vorteil hat Dr. Oetker Professional durch die Kooperation?

Die Zwischenverpflegung wird in der Betriebsgastronomie immer mehr ein Thema. Wolf Butterback bietet neben dem klassischen Croissant auch pikante Snacks, die sich zur Tagungsverpflegung eignen, aber auch gut zu einer Kaffeepause oder als Take-Away passen. Wir wollen damit Sortimentslücken schließen.

Die Backwaren ergänzen auch unser Frühstückssortiment mit Schwartau, Vitalis und Langnesehonig. Außerdem beliefern wir mit Dr. Oetker Professional bereits exklusiv die Fleischereien, sowohl mit Endverbraucherprodukten unter der Marke Fleischer als auch mit Suppen, Soßen und Pasta für die Thekenausgabe. Hier passen die pikanten Produkte von Wolf Butterback gut dazu.

Darüber hinaus sind in Altenheimen pikante Snacks gefragt, die als Fingerfood angeboten werden. Uns eröffnen sich also für alle Geschäftsfelder neue Möglichkeiten.
Dr. Oetker Professional setzt für sein Sortiment stark auf die Fachberatung. Worin liegt der Vorteil?

Produkte nur zu verkaufen funktioniert vor allem bei denen, die das Produkt kennen. Wenn wir ein neues Produkt anbieten, müssen wir heute dem Kunden häufig sagen werden wir häufig von unseren Kunden gefragt, was er man mit dem Produkt damit alles machen und wie man einen Vorteil daraus ziehen kann. Die Illusion des Selbstgemachten verkaufen findet sich wir nicht nur im Bereich bei Wolf Butterback, sondern bei allen süßen Convenience-Produkten im Großverbraucherbereich. Wir bieten Conveniencegrade an, die für den Koch lediglich eine gute Basis schaffen und ihm damit die Arbeit erleichtern. Er kann dann mit einer kleinen Veredelung etwas Besonderes, Individuelles daraus machen. Gerade bei Backwaren lässt sich ein Alleinstellungsmerkmal erzielen, wenn die Ware wie selbstgemacht aussieht. Ich habe eine gelingsichere Basis, auf die ich als Koch aber immer noch etwas draufsetzen kann, wenn ich möchte. Und dafür liefern wir unseren Kunden Ideen und Konzepte und lassen ihn nicht alleine.

 

Sehen Sie sich als Lösungsanbieter?

Hier geht es auch um das richtige Verhältnis zwischen Preis und Leistung: Unsere Produkte sind vielleicht nicht die billigsten. Wenn man aber die Beratungsleistung dazu nimmt und auch die Qualität der Produkte sieht, dann sind sie günstig und im besten Sinne ihren Preis wert. Wenn ein Produkt beim Kunden nicht funktioniert, kommen unsere Fachberater vor Ort und helfen. In vielen Fällen handelt es sich um Anwendungsfehler.

Auch mit Geräteherstellern unterhalten wir übrigens Kooperationen. Denn in der Backstube und beim Caterer stehen zum Aufbacken oft unterschiedliche Geräte. Wenn ein Croissant falsch aufgebacken wird und ihm dadurch bestimmte Eigenschaften fehlen, fällt das negativ auf uns zurück. Deshalb halten wir für alle Geräte eine spezielle Backanleitung vor. Der Kunde erhält bei den neuen Geräten auch gleich einen USB-Stick, mit dem er alle Backprogramme schnell aufspielen kann. Das garantiert uns, dass die Produkte auch so auf den Tisch kommen, wie wir es wollen.

 

Lassen sich Backwaren denn noch veredeln?

Ein Croissant lässt sich leicht abpudern oder erhält ein Schokogitter. Für unsere Laugenecken bieten wir ein Schnittmuster an. Verbunden mit Sesam- und Mohn-Bestreuung lassen sich damit sechs unterschiedliche Produkte schneiden.

 

 

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