Branchenstimmen zu Corona

0

Foto: resmio

Christian Bauer, CEO Resmio
Die Corona-Krise stellt alle Gastronomen vor extreme Herausforderungen. Für viele Betriebe bedeutet die lange Schließung der finanzielle Ruin und das Aus ihrer Existenz, in die sie ihr ganzes Herzblut gesteckt haben. Wir möchten allen Akteuren in der Branche die notwendigen digitalen Werkzeuge mit an die Hand geben, um die Krise zu meistern. Unsere digitale Speisekarte inklusive Außer-Haus-Bestellservice und eine eigene Website bieten wir kostenlos an. Wir rufen jeden Gastronomen dazu auf, ihren Gästen Tickets, Vouchers und Gutscheine anzubieten. Damit alle Gastronomen in der Krisenzeit bestens unterstützt sind, informieren wir unsere Kunden über Social Media, auf unserer Website und per Newsletter. Zudem ist unser Support jederzeit erreichbar. Wenn die Maßnahmen gelockert und hoffentlich bald aufgehoben werden, rechnen wir mit einem Ansturm auf die Gastronomie. Dann ist es wichtig, gut aufgestellt zu sein. Damit keine Gästedaten verloren gehen, empfehlen wir, Tools nicht zu kündigen. Über die nächsten drei Monate planen wir neue Features, wie z.B. eine Lieferfunktion für Bestellservice oder eine Verbesserung der Gästedatenbank. So haben Gastronomen nicht nur unsere vollste Unterstützung während der Krise, sondern auch in der Zeit danach, wenn sie ihre Gäste wieder begrüßen können.

Foto: Hello Fresh Go

Markus Schneider, CEO Hello Fresh Go
Wie viele andere Unternehmen haben wir die Situation sehr ernst genommen und schnell darauf reagiert. Wir haben die Hygiene- und Qualitätsstandards zum Beispiel nochmals erhöht. Wir haben uns schon immer streng an die europäischen und deutschen Vorschriften zur Lebensmittelsicherheit gehalten, haben nun aber zusätzlich alle Empfehlungen des RKI im Hinblick auf die aktuelle Situation übernommen. Der aktuelle Betrieb ist zwar durch Home-Office entsprechend angepasst, aber wir liefern weiterhin an diejenigen aus, die die Lebensmittel im Moment am dringendsten benötigen, wie z.B. Krankenhäuser und Mitarbeiter, die nicht von zu Hause aus arbeiten können. In den vergangenen Wochen haben wir Lebensmittel im Wert von über 50.000 Euro an gemeinnützige und systemrelevante Institutionen gespendet, unter anderem an die Tafel in Stuttgart, Hamburg und Frankfurt, oder auch an diverse Krankenhäuser. An die Situation angepasst, haben wir auch unsere „Freshbox“ eingeführt: Die Prepaid-Box wurde auf Basis von Kundenwünschen entwickelt und wird direkt ins Büro geliefert. Gerade in Zeiten der (langsamen) Erholung wird die Verpflegungssituation für Mitarbeiter, die bereits wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren, düster sein. Kantine – geschlossen, Restaurants – geschlossen. Wir werden uns darauf konzentrieren, unsere Services weiter anzubieten, da dies in diesen Zeiten eine hygienische und sichere Möglichkeit der Lebensmittelversorgung ist. So können wir unsere Kunden weiterhin ohne Unterbrechung bedienen. Die Krise ist auch eine Zeit großer Chancen. Ich wünsche mir, dass wir durch Corona gelernt haben werden, dass wir die Kunden und deren Bedürfnisse noch mehr in den Mittelpunkt unserer Bemühungen stellen und agil auf sich ändernde Bedürfnisse reagieren. Nicht nur gesunde Ernährung und große Auswahl stehen für uns in Zukunft im Fokus, sondern auch 24/7 eine flächendeckende Verfügbarkeit von Lebensmitteln am Arbeitsplatz. Persönlich habe ich mich noch stärker auf unsere Mitarbeiter konzentriert. Wenn man in angespannten Zeiten von zu Hause arbeitet, entsteht für jeden in der Organisation ein höheres Maß an Unklarheit. Sich auf die Menschen, ihr Leben und ihre Bedürnisse zu konzentrieren, ist jetzt so viel relevanter.

Foto: Unilever Food Solutions

Ralf Seidensticker, Leiter Digital Marketing & Conversion Unilever Food Solutions
Als Partner von Köchen und Gastronomen ist es Unilever Food Solutions besonders wichtig, dass die Gastronomie die Krise möglichst unbeschadet übersteht. Um sie in dieser Zeit bestmöglich zu unterstützen, haben wir unsere bestehenden Kampagnen schnell umgeplant. In Zusammenarbeit mit unseren Medienpartnern haben wir dadurch den zu dieser Jahreszeit typischen Content rund um Spargel und Lukull durch Corona-relevante Inhalte ersetzt. Auf unserer Website finden Köche nun wichtige und aktuelle News zu Covid-19. Außerdem sammeln wir dort auch kreativen Input und Lösungsansätze zum Umgang mit der Krise. Um noch mehr Unterstützung zu erhalten, können sich Gastronomen per Mail oder über unsere Service Hotline direkt an unser Experten-Team wenden.

Foto: Therapiezentrum Burgau

Heinz Robnik, Küchenleiter Therapiezentrum Burgau, Fachklinik für Neurologische Rehabilitation 
Der Beschluss der bayerischen Staatsregierung, das Klinikpersonal kostenfrei mit Mahlzeiten zu versorgen, wurde dankend von den Mitarbeitern angenommen. Unser Angebot für die Mitarbeiter umfasst jetzt bis zu drei Mahlzeiten pro Tag. Und wir bieten einiges: Morgens wird ein umfangreiches, vitales Frühstücksbuffet mit zusätzlichem Obst und gesunden Getränken angeboten. Der Mittagstisch besteht aus einem vegetarischem und einem fleischhaltigen Menü. Der Abend bietet ebenfalls tageweise abwechslungsreiche Vielfalt (Beispiele: Grillhähnchen, Salate, Leberkäs, Würstchen, etc.). Der Verpflegungssatz der Bayerischen Staatsregierung in Höhe von 6,50 Euro pro Mitarbeiter und Tag wird in voller Höhe in die Verpflegung unserer Mitarbeiter investiert. Von 50 Stammgästen in unserem Casino ist die Gruppe der Essensteilnehmer nunmehr auf ca. 250 angewachsen. Und obwohl die Lieferketten der Großhändler teilweise sehr brüchig sind, gelingt es unserem Küchenteam durch unermüdlichen persönlichen Einsatz und hohem Zeiteinsatz, sowohl die Quantität, als auch die Qualität der Verpflegung sicherzustellen!

1 2

Kommentare sind deaktiviert