Aviko & Amberger: Global meets local – das Beste aus beiden Welten

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Foto: Amberger

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Der holländische Kartoffelverarbeiter Aviko B.V. hat eine Mehrheitsbeteiligung am bayerischen Amberger Dolli-Werk GmbH & Co. KG übernommen. Die beiden Unternehmen arbeiten derzeit mit Hochdruck an einer gemeinsamen Ausrichtung im Markt.

Das Familienunternehmen aus Oberdolling bei Ingolstadt hatte sich in den letzten Jahrzehnten zu einem der national führenden Hersteller von frischen Kartoffelerzeugnissen sowie Feinkost- und Pastaprodukten entwickelt. Am Hauptsitz und in den bundesweit sieben Vertriebsniederlassungen werden im laufenden Jahr von 220 Mitarbeitern knapp 35 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet. Mit den Marken „Dolli“, „Feldmühle“ und „Helmer“ verfügt die Firma Amberger über weithin bekannte Aushängeschilder, die in der Groß- und Gemeinschaftsverpflegung, im Fachgroßhandel sowie im C&C-Sektor und in der Gastronomie für hohe und höchste Qualitätsansprüche stehen.

Der Zusammenschluss mit Aviko hat für die geschäftsführenden Gesellschafter Martin und Wolfram Amberger sowohl persönliche als auch strategische Gründe. „Wir standen vor der Tatsache, dass es für unser Unternehmen keine familiäre Nachfolgeregelung geben würde, also mussten wir handeln, denn wir wollen den Betrieb in eine weiterhin gedeihliche Zukunft führen. Das sind wir unseren Mitarbeitern, Landwirten und Kunden schuldig“, erläutert Martin Amberger. Sein Bruder Wolfram ergänzt: „Mit Aviko haben wir den idealen Partner gefunden, weil sich beide Firmen in den Bereichen Produktion und Vertrieb perfekt ergänzen und weil es im Hinblick auf den Aviko-Standort Rain am Lech eine bayerische Lösung ist, mit der wir unsere Zukunftspläne noch besser verwirklichen können.“

Vor diesem Hintergrund erwarten die beiden Unternehmen mit zusammen mehr als 100 Jahren Know How – Erfahrung „gewaltige Synergien“, indem von jeder Seite die spezifischen Stärken in den neuen gemeinsamen Geschäftsbetrieb eingebracht werden.

Während Aviko eine internationale Spitzenstellung bei Tiefkühlprodukten einnimmt, können die Oberdollinger mit hochwertigen Frischespezialitäten aufwarten, so dass dem Kunden künftig aus einer Hand ein optimales Produktportfolio präsentiert werden kann. Dabei sollen vor allem die typisch bayerischen Amberger-Produkte erfolgreich auf dem europäischen Markt etabliert werden.

Dazu kommentiert Martin Amberger: „Die Expansionspläne, mit denen wir uns schon seit längerem beschäftigen, erfordern außerordentlich hohe Investitionen, die in unserer mittelständischen Struktur kaum machbar und darstellbar sind. Wir sind deshalb sehr glücklich über die zusätzlich gewonnene wirtschaftliche Kraft an der Seite eines starken Partners.“

Bei Amberger wird man sich künftig verstärkt auf die Marke Feldmühle konzentrieren und Produktion und Vermarktung der Feldmühle Feinkost und der bayerischen Spezialitäten weiter ausbauen, um damit in den internationalen Markt zu wachsen. Für die Zukunft ist ein gut abgestimmtes Nebeneinander zweier komplementärer Marken geplant.

Aviko: Global Player mit einem Komplettsortiment an frischen und tiefgekühlten Kartoffelprodukten. Feldmühle: Bayerisch, regional, nachhaltig mit einem Sortiment an typischen Spezialitäten wie Klößen, Knöpfle und Schupfnudeln.

Gemeinsam werden Aviko und Amberger/Feldmühle künftig in der Lage sein, Foodservice-Kunden alles unter einem starken Dach zu bieten – ohne dass einer der beiden Partner dabei seine Identität und seine individuellen Besonderheiten verliert.

Eine detaillierte Konzeption soll bereits zum Jahresende feststehen und ab 2015 kontinuierlich im Markt umgesetzt werden. (Aviko/Amberger)

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