KIN bildet Flüchtlinge zu Lebensmittelpraktikern aus

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Ab November bietet das KIN-Lebensmittelinstitut in Neumünster einen einjährigen Lehrgang zum „Qualifizierten Lebensmittelpraktiker“ an. Dieses deutschlandweit einmalige Projekt erleichtert Flüchtlingen den Einstieg in eine Berufsausbildung. Vermittelt werden praxisorientierte und branchenübergreifende Grundfertigkeiten für die Industrie. Zum Projektstart sucht das KIN bundesweit noch Praktikumsplätze.

 Das KIN-Lebensmittelinstitut in Neumünster betreibt eine der renommiertesten Fachschulen für Lebensmitteltechniker. Ab November sollen junge Geflüchtete mit Gestattungsstatus oder Aufenthaltsberechtigung auf einen Berufseinstieg in die Industrie vorbereitet werden. Dabei wechseln sich theoretische Schulungen und industriebezogene Sprachkurse mit Praxisphasen in Betrieben ab. Voraussetzung für die Kursteilnahme sind erste Sprachkenntnisse auf dem Niveau B1.

„Die neue Qualifikation haben wir zum einen entwickelt, weil wir eine Verpflichtung gegenüber unseren neuen Mitbürgern haben. Nur wer hier eine echte Perspektive hat, ist bereit, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren. Der zweite Grund ist, dass die Industrie vor einem erheblichen Fachkräftemangel steht. Wir benötigen insbesondere in der Lebensmittelbranche dringend motivierten und lernwilligen Nachwuchs für alle Qualifikationsstufen von der Hilfskraft bis später zum Experten“, erklärt Axel Graefe, Leiter des KIN-Lebensmittelinstitutes. „Mit dem Abschluss dieses Lehrgangs können sich die Teilnehmer nicht nur als Hilfskraft bewerben, sie sind auch auf eine Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik, zum Maschinen- und Anlagenführer, Milchtechnologen oder zum Müller gut vorbereitet.“

Die KIN-Fachschule für Lebensmitteltechnik hat seit ihrer Gründung vor über 50 Jahren bereits über 2.500 Lebensmitteltechniker ausgebildet und bietet seit diesem Jahr auch berufsbegleitende Qualifizierungen an.

 

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