DNA der Arabica-Kaffeebohne entschlüsselt

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DNA ist doppelt so lang wie die der Robusta-Pflanze

Im Rahmen des Projekts zur Sequenzierung des Arabica-Genoms konnten Wissenschaftler die genetische Basis dieser Kaffeesorte, die 70 Prozent des weltweit produzierten Kaffees liefert, erstmals entschlüsseln und ihre Ergebnisse mit Blick auf eine mögliche Anwendung in Landwirtschaft und Industrie systematisch ordnen.

„In diesem ehrgeizigen Forschungsprojekt ist es uns gelungen, erstmals einen tetraploiden Organismus mit einer DNA, die doppelt so lang ist wie die der Robusta-Pflanze, zu sequenzieren und zu rekonstruieren”, erklärt Professor Graziosi. „Zu den größten Herausforderungen gehörte die Unterscheidung der Sequenzen der Vorläufergenome Coffea canephora und Coffea eugenioides, die sich extrem ähnlich sind. Diese Besonderheit machte die Rekonstruktion des Arabica-Genoms noch komplexer, so dass wir nun umso zufriedener mit den guten Resultaten sind, die wir durch die Sequenzierung verschiedener Genbibliotheken erzielt haben. Dies ist ein wichtiges Ergebnis für die weitere wissenschaftliche Arbeit im Bereich des Kaffees.”

Optimierung von Anbaumethoden

Die Sequenzierung des Arabica-Genoms eröffnet Möglichkeiten zur deutlichen Optimierung von Anbaumethoden und generell zur Steigerung der Produktivität des Kaffeeanbaus. So wird es zum Beispiel möglich sein, den Reifungsprozess zu synchronisieren und die Gene zu bestimmen, die für die Widerstandskraft der Pflanze gegen Krankheiten und Infektionen verantwortlich sind sowie Plantagen an ungünstige Klima- und Bodenbedingungen anzupassen.

Mit den Ergebnissen dieses Forschungsprojekts leistet Italien, das allgemein als Heimat des Kaffees gilt, einen Beitrag zu weltweiten Effizienzsteigerungen in der Branche und stellt einmal mehr seine Zukunfts- und Innovationsfähigkeit unter Beweis.

Darüber hinaus ist zu erwarten, dass die Forschungsergebnisse deutlich positive Auswirkungen sowohl auf die Kaffeebranche selbst als auch auf die mit ihr verbundenen Wirtschaftszweige haben werden, die gemeinsam allein in den Anbauländern für 26 Millionen Familien die Lebensgrundlage bilden (Quelle: ICO).

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