Glasfood: Große Wirkung mit kleinen Mitteln

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Als der Trend noch längst keiner war, hat Christoph Koscielniak bereits angefangen, Speisen in kleinen Gläsern zu präsentieren. Seine Erfahrungen gibt der Caterer in Seminaren auch an GV-Profis weiter. (Von Sabine Hartleif)

Christoph Koscielniak bezeichnet sich selbst als Food-Stylist und es gibt fast nichts, was der 49-Jährige nicht schon ausprobiert hätte: tätowiertes Fleisch zum Beispiel oder mit Airbrush- Pistolen eingefärbte Lebensmittel. Vor allem aber hat er ein ausgeprägtes Faible für einen Trend, den er bereits vor 15 Jahren für sich entdeckte: Glasfood. Und dort bringt er am liebsten ganz natürliche Lebensmittel zum Einsatz.

„Eine Portion sieht so schön aus wie die andere und die Gäste brauchen nicht mit ihren Tellern am Büfett anstehen“, sagt Koscielniak. Die Speisen ließen sich gut vorbereiten, portionieren und böten auch aus Hygiene-Aspekten Vorteile. Seiner Überzeugung nach lässt sich fast jede Speise im Glas servieren, seien es Salate, Obst, Vorspeisen, Suppen, warme Hauptgerichte oder Desserts. Lediglich von Reis und Pasta rät der Caterer wegen der Tendenz zum Verkleben ab.

Viele GV-Köche reagieren eher skeptisch, wenn die Sprache auf Glasfood kommt. „Viel zu aufwändig“, finden die meisten. Dieses Argument lässt der gelernte Koch und Küchenmeister allerdings nicht gelten: „Die Zeit, die ich zusätzlich in die Vorbereitung stecke, spare ich am Ende wieder ein.“ So könnten die kleinen Rationen viel schneller regeneriert werden. Außerdem sei das Essen bereits portioniert und müsse nicht mehr abgefüllt werden. Koscielniak hat weiterhin die Erfahrung gemacht, dass sich der Wareneinsatz bei dieser Form der Speisenpräsentation leicht reduziert, da jeder nur so viel isst, wie er wirklich möchte.

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