Kantinen trotzen EHEC

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Der Küchen- und Kantinenzulieferer Sodexo Services GmbH verwendet nach eigenen Angaben nur noch dann Rohkost, wenn sie zuvor industriell bearbeitet wurde. Mitarbeiter von Kunden in Frankfurt hätten sich mit dem Bakterium infiziert, sagte eine Sprecherin des deutschlandweit aktiven Unternehmens mit Sitz in Rüsselsheim, ohne Details zu nennen. Zu den Sodexo-Kunden in Berlin zählen 150 Kitas und Schulen sowie 22 Kantinen, davon 20 aus Industrie und Wirtschaft und zwei aus den Bereichen Pflege und Gesundheit.

„Wir haben keine Angst  vor dem Erreger“

Andere Kantinenbetreiber bieten nach wie vor frisches Obst und Gemüse. Das Berliner Studentenwerk verkauft seinen täglich rund 30.000 Gästen weiterhin frische Salate. „Wir haben einen sehr, sehr hohen Hygienestandard“, betont Sprecher Jürgen Morgenstern. Die Mitarbeiter in den Kantinen seien mit Rundschreiben über die Hintergründe zum Krankheitserreger EHEC aufgeklärt worden. „Von uns wird alles getan, was wir machen können, ohne in Hysterie und Panik zu verfallen“, sagte Morgenstern. Sollte sich die Lage jedoch verschärfen, werde Rohkost aus dem Programm genommen.

Auch in den großen Berliner Kliniken gibt es nach wie vor frisches Obst und Gemüse. „Wir haben keine Angst  vor dem Erreger. Wir halten uns an die Hygieneempfehlungen“, erklärt Matthias Klingenstein von der Geschäftsführung der Charité Facility Management GmbH (CFM), die die Patienten an den Charité-Standorten Mitte und Benjamin Franklin in Berlin-Steglitz mit Essen versorgt. Wenn das Obst und Gemüse richtig verarbeitet werde, gebe es kein Gesundheitsrisiko. Nach Angaben einer Vivantes-Sprecherin kommt auch in diesen Kliniken Rohkost weiterhin auf den Tisch. (dpa)

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