Wiesenhof setzt auf den Tierwohl-Trend: „Privathof-Geflügel“ Hähnchen aus alternativer Haltung

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In einigen europäischen Ländern ist das Thema Animal-Welfare bereits etabliert. Foto: Bilderbox

Im Austausch mit Wissenschaftlern der LMU München, Experten vom Deutschen Tierschutzbund und der eigenen Forschungsabteilung hat Wiesenhof „Privathof-Geflügel“ entwickelt – ein neues Konzept zur Geflügelaufzucht, das eine besonders tiergerechte Haltung vorsieht.
Mit Privathof-Geflügel folgt Wiesenhof dem Wunsch von Verbrauchern und bietet neben Bio-Geflügel, das seit dem Jahr 2002 erhältlich ist, ein weiteres Produkt aus alternativer Haltung an. Tierwohlaspekte spielen bei der Aufzucht von Privathof-Geflügel die zentrale Rolle.

Eine langsamer wachsende Rasse, längere Aufzuchtdauer, geringere Besatzdichte und Auslauf in einem überdachten Wintergarten kennzeichnen das neue Konzept. Strohballen, Picksteine und Sitzstangen im Stall sollen dazu beitragen, dass die Tiere ihre natürlichen Verhaltensweisen besser ausüben können.

Tierschutz-Experten
beurteilen Maßnahmen zum Tierwohl

Für die wissenschaftliche Begleitung sorgen Prof. Michael Erhard, Leiter des Lehrstuhls, und sein Forscherteam. Im Rahmen einer umfangreichen und langfristig angelegten Studie wurden Kameras im Stall installiert, um Verhaltensweisen zu dokumentieren, zu prüfen und anschließend auszuwerten. Nach Abschluss der Forschungsarbeit liegen valide Ergebnisse vor, die zeigen, welche Maßnahmen bei einer alternativen Haltungsform maßgeblich zu einer Verbesserung des Tierwohls bei Hähnchen beitragen.

Verbraucher müssen zeigen,
was ihnen Tierwohl wert ist

Das Thema Tierschutz bestimmt immer stärker die öffentliche Diskussion. Ein Teil der Verbraucher wünscht sich geänderte Haltungsbedingungen für Nutztiere „Tatsache ist aber auch, dass viele Verbraucher zögern, für ein Extra an Tierwohl mehr Geld auszugeben“, sagt Peter Wesjohann, Vorstandsvorsitzender der PHW-Gruppe / WIESENHOF. Diese Erfahrung hat Wiesenhof bereits mit höherpreisigen Hähnchen aus der Auslaufhaltung gemacht.  Das sog. „Weidehähnchen“ fand nicht genügend Käufer, obwohl 2004 mit dem Tierschutzpreis der bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet.

Durch das Weidehähnchen und Bio-Geflügel verfügt Wiesenhof über den größten Erfahrungsschatz mit alternativen Haltungsformen in der Geflügelbranche – dieses Know-how fließt in die Entwicklung von Privathof-Geflügel ein. „Wir sind der Meinung, dass die Zeit reif ist, für ein neues alternatives Geflügel-Konzept“, sagt Wesjohann.
„Jetzt kann der Verbraucher entscheiden, wie viel ihm ein Mehr an Tierwohl wert ist.“
Die ersten Privathof-Hähnchen sind ab Anfang Oktober im Handel erhältlich.

Marktchancen für Produkte
aus alternativer Haltung

Wiesenhof stellt sich seit Jahrzehnten seiner Verantwortung und steht im engen Dialog mit seriösen Tierschutz- und Verbraucherorganisationen, Wissenschaft und der Öffentlichkeit. Mit Privathof-Geflügel unternimmt Deutschlands führende Geflügelmarke einen neuen Anlauf, um Hähnchen aus alternativer Haltung im Markt zu etablieren. „Wir sind davon überzeugt, dass ein Produkt wie Privathof-Geflügel in der heutigen Zeit Chancen hat“ sagt Wesjohann.
„Auch wenn der Großteil der Verbraucher  weiterhin zu konventioneller Ware greifen wird, die – das muss in diesem Zusammenhang auch gesagt werden – qualitativ hochwertig ist.“

In einigen europäischen Ländern ist das Thema Animal-Welfare bereits etabliert: Dort finden Verbraucher in den Supermärkten Fleischwaren, die für einen höheren Tierschutzstandard stehen. Die Zertifizierung des Privathof-Geflügel Konzepts nach einem entsprechenden Animal-Welfare-Standard, wie es ihn beispielsweise in den Niederlanden oder Großbritannien gibt, bereitet Wiesenhof aktuell vor.

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