Weg frei zur Fusion – Humana und Nordmilch schließen sich zusammen

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Von links nach rechts: Rudolf Heidhues, Vorstandsvorsitzender der Humana Milchunion eG; Albert Große Frie, Geschäftsführender Vorstand; Dr. Josef Schwaiger, Vorstandsvorsitzender der Nordmilch AG; Otto Lattwesen, Aufsichtsratsvorsitzender. Foto:obs/Humana Milchunion eG

Nach der Zustimmung der landwirtschaftlichen Vertreter der Humana eG am 2. Februar haben sich heute auch die genossenschaftlichen Vertreter der Nordmilch eG mit 98,5 Prozent klar zur Fusion der Tochtergesellschaften Nordmilch und Humana Milchindustrie bekannt.  Durch den Beschluss der Genossenschaften entsteht Deutschlands größtes Molkereiunternehmen. Sein Name – DMK Deutsches Milchkontor GmbH (DMK). Das Unternehmen wird voraussichtlich Anfang April das operative Geschäft aufnehmen.

„Wir freuen uns über diese überwältigende Zustimmung unserer Landwirte. Die Fusion ist ein wichtiger und richtiger Schritt für beide Unternehmen. Mit gebündelter Kraft werden wir künftig gemeinsam die Herausforderungen des Markts angehen, zum Wohl unserer Landwirte“, kommentieren Otto Lattwesen, Aufsichtsratschef der Nordmilch eG und AG, und Rudolf Heidhues, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Humana Milchindustrie GmbH, den Beschluss der Anteilseigner. Bereits heute sind die beiden Molkereiunternehmen mit genossenschaftlichen Wurzeln Deutschlands größte Milchverarbeiter. Nach der Fusion kommt das gemeinsame Unternehmen auf eine Milchverarbeitung von 6,7 Milliarden Kilogramm Milch, produziert von 11.100 aktiven Milcherzeugern der Muttergesellschaften, 24 Standorte und 5.500 Mitarbeiter. Mit einem Umsatz von 4,8 Milliarden Euro* rückt DMK in die Top Ten der europäischen Milch-wirtschaft auf.(*Stand 2008)

Neues Unternehmen heißt Deutsches Milchkontor

Im Rahmen der außerordentlichen Vertreterversammlungen wurden erstmals Name und Logo des neuen Unternehmens präsentiert: Das Gemeinschaftsunternehmen wird Deutsches Milchkontor GmbH, kurz DMK heißen. Der Name bietet eine angemessene Plattform für den Zusammenschluss der größten Milchverarbeiter Deutschlands – mit Raum für weitere Schritte. Darüber hinaus steht er für das Markenzeichen „Made in Germany“ und kommuniziert über das „Kontor“ positive Werte wie Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit.

Das dazugehörige Unternehmenslogo schafft über den Einsatz von Farben aus der Natur (grüne Wiese, blauer Himmel) eine klare Verbindung zum landwirtschaftlichen Ursprung. Dieser Eindruck wird unterstützt durch die Wahl einer fließenden, weißen Schrift mit optischem Bezug auf das Thema Milch.

Einigung über Aufstellung und Strategie bereits erfolgt

Im November letzten Jahres hatten sich die Führungsspitzen beider Unternehmen auf die Eckpunkte der künftigen Unternehmensstruktur geeinigt: DMK wird als GmbH auftreten, an der beide Vertragspartner zu gleichen Teilen beteiligt sind. Die Genossenschaften als Muttergesellschaften bleiben von den Fusionsplänen unberührt. Als juristischer Sitz ist das niedersächsische Zeven vorgesehen, Sitz der Geschäftsführung und zentraler Verwaltungssitz ist Everswinkel in Nordrhein-Westfalen. Otto Lattwesen wird dem Aufsichtsrat vorsitzen, Rudolf Heidhues der Gesellschafterversammlung. Albert Große Frie wird für die Integration beider Unternehmen verantwortlich sein. Dr. Josef Schwaiger soll für das operative Geschäft/Strategie verantwortlich zeichnen und Sprecher der Geschäftsführung sein. Den Bereich Finanzen wird Volkmar Taucher verantworten, Rolf Janshen den Vertrieb. Sönke Voss übernimmt das Ressort Produktion, Dr. Dirk Gloy ist für den Bereich Landwirtschaft / Rohstoff / Einkauf und Logistik vorgesehen, Ingo Müller für Forschung und Entwicklung, Qualitätsmanagement sowie Ingredients.

Humana und NORDMILCH arbeiten schon seit längerem und in zunehmendem Maße erfolgreich zusammen, weshalb die Fusion eine logische und konsequente Weiterentwicklung darstellt. Ziel der Fusion von Humana und NORDMILCH ist die Erwirtschaftung eines attraktiven und stabilen Milchauszahlungspreises für die genossenschaftlichen Eigentümer beider Unternehmen. Um dies zu erreichen, wurden verschiedene Unterziele gesetzt, wie der Ausbau der Marktführerschaft bei Käse, ein profitables Wachstum des Markengeschäftes und die Sicherung des Marktanteils in der Weißen Linie. Der Ausbau des Ingredients-Geschäfts und die Teilnahme am Wachstum internationaler Märkte stehen genauso im Fokus wie der Ausbau und die Weiterentwicklung der strategischen Geschäftsfelder wie Eis, Babynahrung und Gesundheitsprodukte.

Ein besonderer Fokus wird im DMK auf das Geschäftsfeld Eiskrem gelegt. Um dieses in der Zukunft besonders zu fördern, wird das Eiskrem-Geschäft im Laufe des Jahres 2011 in eine eigene Gesellschaft ausgegründet. (ots)

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