Kolibakterien: Deutsches Hackfleisch macht junge Franzosen krank

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Hackfleisch aus Deutschland steht im Verdacht, französische Kinder mit Kolibakterien infiziert zu haben. Ein Zusammenhang mit dem akuten EHEC-Ausbruch besteht laut EU-Kommission aber nicht. In Deutschland wurde das Fleisch nach Angaben der Supermarktkette nicht verkauft. Nach dem Verzehr des Fleisches aus Deutschland und anderen EU-Ländern werden in Frankreich sieben Kinder mit einer schweren Darminfektion behandelt. Die regionale Gesundheitsbehörde in Lille machte am Donnerstag Kolibakterien (Escherichia coli) für die Infektion verantwortlich. Die Kinder – zunächst war nur von sechs Erkrankten die Rede – lägen seit Mittwoch auf der Intensivstation des Krankenhauses in Lille. Ihr Zustand sei stabil. Mit dem akut in Deutschland grassierenden EHEC-Ausbruch habe die Erkrankung nichts zu tun, bestätigte die EU-Kommission in Brüssel.

Mit dem EHEC-Ausbruch nichts zu tun

„Es handelt sich nicht um denselben Bakterienstamm“, sagte ein Sprecher von EU-Gesundheitskommissar John Dalli. Paris habe die EU-Kommission darüber informiert. Die französischen Behörden untersuchen nun, ob sich das Fleisch als Erkrankungsursache nachweisen und die Quelle der Bakterienverseuchung finden lässt. Die Kinder hatten unabhängig voneinander Frikadellen aus gefrorenem Hackfleisch einer Supermarktkette gegessen. Die Geschäftsführung des in Saint-Dizier ansässigen Herstellers erklärte, das beanstandete Rindfleisch sei weitgehend aus Deutschland, aber auch aus anderen EU-Ländern importiert worden. Es sei vor der Auslieferung strengen Kontrollen unterzogen worden. Die Firma hat nach eigenen Angaben eine Rückrufaktion gestartet.

Produkte zu keiner Zeit in Deutschland angeboten

Die betroffene französische Supermarktkette gehört zum Unternehmen Lidl. Das Unternehmen erläuterte in einer Erklärung, Produkte des französischen Herstellers seien zu keiner Zeit in Deutschland angeboten worden seien. Der Kommissionssprecher in Brüssel rief die französischen und deutschen Behörden auf, mit Hochdruck nach der Infektionsquelle zu fahnden. Es gebe verschiedene Möglichkeiten, wo das Fleisch mit Bakterien verseucht worden sein könnte, sagte der Sprecher: „Die Belastung kann bei der Produktion, in der Handelskette oder beim Vertrieb passiert sein.“ (dpa)

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