Gemeinsam statt einsam – Hauswirtschaft in Baden-Württemberg

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Minister Lucha betonte in seinem Grußwort, dass sich sein Haus der Rolle der Hauswirtschaft und der hauswirtschaftlichen Berufsbildung in seinem Wirkungsbereich bewusst ist und an vielen Stellen die entsprechenden Weichen gestellt hat, sei es durch die Heimpersonalverordnung oder die qualifizierte Erbringung von Entlastungsleistungen nach dem Pflegestärkungsgesetz. Die LAG könne sich auch weiterhin der Unterstützung seines Hauses gewiss sein.

Dorothea Simpfendörfer, Präsidentin des Deutschen Hauswirtschaftsrates, stellte in ihrem Grußwort dann auch

Schirmherr der Tagung, Minister für Soziales und Integration. Foto: Robert Baumann/rhw management

heraus, welche Stellung die Hauswirtschaft in Baden-Württemberg im Vergleich zu den anderen Bundesländern hat – auf die die hauswirtschaftlichen Akteure in anderen Bundesländern neidisch schauen. So wurde von hier aus ja auch die sog. Verbleibstudie initiiert, und die Zahl der Ausbildungsplätze nimmt in Baden-Württemberg als einzigem Bundesland zu. „Jetzt fehlt nur noch ein Kompetenzzentrum für Hauswirtschaft”, appellierte sie an den Minister. Dann stellte sie die bisherige Arbeit und die Erfolge des Dachverbundes vor und warb auch unter dem Motto „Schluss mit dem Einzelaktionismus” für das Projekt eines gemeinsamen Hauswirtschaftskongresses am 23. und 24. September 2019 in Berlin. Fünf große Verbände zeichnen für die Veranstaltung verantwortlich.

Mit Förderungen unterstützen
Zu einem Highlight in Baden-Württemberg gehört auch, dass hier derzeit das erste Modellprojekt läuft, in dem Gutscheine für haushaltsnahe Dienstleistungen ausgegeben werden. Ruth Weckenmann, Leiterin des Stabs „Chancengleichheit am Arbeitsmarkt” bei der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, hat gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, der Stiftung Diakonie und ihrem Haus das Projekt auf den Weg gebracht. In zwei baden-württembergischen Landkreisen werden Berufstätige, Wiedereinsteigende und Arbeitslose bei der Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Haushalt unterstützt, indem diesem Personenkreis Gutscheine für haushaltsnahe Dienstleistungen zur Verfügung gestellt werden (für max. 20 Stunden pro Monat mit einem Zuschuss von 12 Euro pro Stunde). Gleichzeitig muss das professionelle Personal sozialversicherungspflichtig beschäftigt sein. Das Projekt läuft noch bis Ende Februar 2019.

Große Erwartungen hatte die LAG an das vom Sozialministerium geförderte Projekt PERLE geknüpft, das Dr. Andreas Marg vorstellte. In dem Projekt ging es darum, wie ein multiprofessioneller Personalmix so gestaltet werden kann, dass Bewohner und Mitarbeiter davon profitieren. Hier hatte man erwartet, dass den hauswirtschaftlichen Kräften eine wichtige Rolle im Personalmix zukommt. Die Ergebnisse zeigten allerdings, dass in den acht Modelleinrichtungen oft ein Konzept fehlt und vieles zufällig oder gewachsen ist. Hinzu kommt, dass die Möglichkeiten der Personalverordnung nicht in allen Einrichtungen wirklich genutzt werden.

„Gemeinsam statt einsam” – das haben sich auch die hauswirtschaftlichen Verbände in Baden-Württemberg auf die Fahne geschrieben: Seien es die jährlichen Expertennachmittage im Rahmen der Ausbildungsinitiative oder die politische Arbeit: Die Tagung hat gezeigt, dass die Hauswirtschaft in Baden-Württemberg etabliert ist.

 

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