Ein Boden, der dicht hält

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Küchenbelag. Foto: Barit

Foto: Barit

Als die Firma Barit die Bodenkonstruktion im Großküchenbereich für das neue Mitarbeiterrestaurant bei der Stuttgarter Firma Vector Informatik im Dachgeschoß einbaute, wurde die Problematik mit dem Aufbau der Bodenkonstruktion ausführlich diskutiert. Ein Praxisbericht

Bewusst hat Vector auf die untere Abdichtung gemäß DIN 18195-5, die sogenannte Notabdichtung, verzichtet. Sollte es eine Leckage geben, dann wäre der Schadensfall sofort erkennbar und die Feuchtigkeit würde sich nicht aufstauen, was einen Totalschaden zur Folge hätte. Aufgrund von hygienischen Anforderungen wollten die Bauherren einen fugenlosen Küchenboden.

Die Mitarbeiter sollten sicher arbeiten können und trotz Wasser, Fetten und Ölen auf dem Boden nicht ausrutschen. Unfallstatistiken zeigen, dass fast jeder sechste Unfall in Großküchen auf Ausrutschen, Stolpern oder Stürzen beruht. Das Reinigen des Küchenbodens sollte einfach, zeitsparend und preiswert sein.

Epoxidharzgebunden

Der Bauherr entschied sich für einen fugenlosen epoxidharzgebundenen Küchenboden. Aufgrund dieser Erfahrungen entschied sich der Bauherr für den gleichen Belag sowie für die gleiche Bodenkonstruktion im 900 qm großen Großküchenbereich seines Anfang 2016 neu eröffneten Büro- und Verwaltungsgebäudes in Stuttgart Weilimdorf. Für den Bauherren und die Architekten Schmelzle und Partner aus Hallwangen sowie für die Großküchenfachplanung, die Ingenieurgruppe IGW Walter aus Stuttgart, standen die Dichtheit der Bodenkonstruktion im Vordergrund.

Auf die Betondecke wurde eine „schwimmende Bodenkonstruktion“ mit Dämmung sowie einem schwundarmen Zement-Estrich eingebaut. Der Vorteil des schwundarmen Estriches ist neben der Reaktionsschnelligkeit mit einer Estrich-Belegreife von zwei Tagen, dass sich der Estrich im Randbereich nicht aufschüsselt. Schwind- und Scheinfugen sind minimiert.

Wechselnde Belastungen

Um die thermischen Wechselbelastungen aufzufangen und zu stabilisieren, wurden die Rinnen und die Bodenabläufe komplett in den kunstharzmodifizierten Beton eingebaut. Zur Fugenlosigkeit des Küchenbodens gehörte auch die Wand- und Gerätesockelanbindung mit Hohlkehlen.

Für ein Optimum an Reinigung und Hygiene wurden, gemäß DIN 10506, überstellte Flächen, Hohlkehlen und Gerätesockel glatt in der Rutschsicherheitskategorie R 9 appliziert. Dagegen wurden die Arbeits- und Laufflächen griffig in R 12 (höhere Haftung) mit einem Verdrängungsraum V 4 eingebaut (Die Kategorie V bezeichnet die Volumenaufnahme von Wasser in den Rautiefen der Oberfläche). Entscheidend für die Qualität des Küchenbodens war die handwerkliche Ausführung der Details: Der Einbau des Entwässerungssystems war mit dem Einbau des Küchenbodens gekoppelt, um saubere und dichte Anschlüsse zu erhalten.

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