Deutschland sucht den Küchenstar

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Trio Koch des Jahres

Jordi Cruz, Gewinner Koch des Jahres Spanien 2006, Martina Kömpel, Jurymitglied Koch des Jahres, und Dieter Müller, Präsident des Wettbewerbs. Foto: Koelnmesse

Die Anuga CateringTec wird zur Anuga Foodservice. Von 2011 an sollen Food- und Beverage-Angebote die Fachmesse für den technischen Gastro-Bedarf ergänzen. Das Ziel: Eine Order- und Informationsplattform für gastronomische Entscheider. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhofft sich die Koelnmesse vom Profi -Wettbewerb „Koch des Jahres“. (Von Stefanie George)

Michael Gerling, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels (BVL), brachte es auf der Anuga-Pressekonferenz in Köln mit einem Augenzwinkern auf den Punkt: „Es ist selten, dass der deutsche Lebensmittelhandel nichts zu kritisieren hat. Aber von diesem Plan sind wirklich beide Verbände begeistert.“ Seine Kollegin von der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), Dr. Sabine Eichner Lisboa, gab ihm da gerne recht. Kein Wunder: Der Außer-Haus- Markt ist in Deutschland neben dem Lebensmitteleinzelhandel der zweite wichtige Vertriebsweg für die Ernährungsindustrie. Für die geplanten Konzepterweiterungen der Anuga CateringTec gibt es gute Gründe. Der Distributionsweg „Foodservice“ hat in den vergangenen Jahren stark an Relevanz gewonnen, basierend auf dem noch immer zunehmenden Trend zum Außer-Haus-Verzehr. Die herstellende Industrie hat auf diese Entwicklung längst reagiert und bietet gleichzeitig Produkte für den Handel und für den Foodservice an. „Diese Entwicklung hat die Anuga bereits seit mehreren Jahren abgebildet“, so Peter Grothues, Geschäftsbereichsleiter Ernährung, Technologie & Umwelt der Koelnmesse GmbH. So war die Datenbank bereits entsprechend ausgebaut worden, ein eigener Foodservice-Guide aufgelegt.
Auch im Messe-Rahmenprogramm der vergangenen Jahre waren die branchenrelevanten Themen in den Sonderschauen, im Forum Systemgastronomie und in den Vorträgen rund um gastronomische Fragestellungen
stets vertreten. Und die Anuga CateringTec, eine der zehn Anuga-Fachmessen, war schon immer auf Kunden aus den gastronomischen Branchen ausgerichtet. „An diesem Punkt setzen wir jetzt an: Die Anuga CateringTec wird
zur Anuga Foodservice, das heißt, um Food- und Beverage-Anbieter ergänzt“, erklärt Peter Grothues. Im Fokus stünden dann auch Lebensmittel und Getränke, Gastro-Konzepte und Cash & Carry. Zusätzliche Bedeutung soll die neue Anuga Foodservice durch die Integration gastrospezifischer Sonderschauen erhalten, die bisher in anderen Foodmessen platziert waren. Dazu gehören der „Marktplatz Gastronomie“ des Bundesverbandes DEHOGA Berlin und des DEHOGA Gastgewerbe NRW, der speziell auf die deutsche Gastro-Szene ausgerichtet ist, die „Creative Kitchen“ und die „Visions of Cooking“.
Ein fachlich hochkarätiges Vortragsprogramm soll die neue Anuga Foodservice flankieren. Zusätzliche Aufmerksamkeit für die neue Messe erhofft man sich durch das Engagement für und mit dem für Deutschland, Österreich und die Schweiz neuen Profi-Kochwettbewerb „Koch des Jahres“. Die Anuga tritt 2011 als ein
Hauptsponsor des Contests auf. Die Veranstaltung erstreckt sich über einen Zeitraum von einem Jahr mit vier Vorrunden. Das Finale findet am 10. Oktober auf der Anuga in Köln statt.

Beim Wettbewerb mitmachen können Fachleute und Profis. Sie müssen mindestens 23 Jahre alt sein und ihren Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz haben. Jeder Teilnehmer soll ein Drei-Gänge-Menü
für sechs Personen zubereiten, der Wareneinsatz darf pro Person nicht über 16 Euro liegen. Die Jury wählt aus allen eingereichten Menüs die zehn besten aus, deren Köche treten dann in vier Vorfinalen in Köln, Stuttgart,
Berlin und Hamburg gegeneinander an. Die beiden Besten der Vorfinale kochen auf der Anuga 2011 um den Titel „Koch des Jahres“.
In der Jury sitzen unter anderem Spitzenkoch Dieter Müller (Präsident), der „Franz Beckenbauer der deutschen Küche“, sowie Bernhard Diers, Thomas Kammeier, Claudia Schröter und Martin Öxle. „Koch des Jahres“ kommt ursprünglich aus Spanien und ist dort ein erfolgreiches Event. Die letzten drei Wettbewerbe wurden von mehr als 15.000 Menschen verfolgt. Und Jordi Cruz, der Sieger „Koch des Jahres 2006“, erkochte sich inzwischen zwei Michelin-Sterne.

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