Warnstreiks bei Coca-Cola

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Nach nur wenigen Stunden sind die Tarifverhandlungen für die rund 8.000 Beschäftigten bei Coca-Cola in Deutschland zu Wochenbeginn (KW 4) ohne Ergebnis abgebrochen worden.Dazu erklärte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Freddy Adjan: „Das Magerangebot von nur 1,3% Lohn- und Gehaltserhöhung ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten und provoziert massiven Ärger in den bundesweit 36 Standorten.“ Die Gewerkschaft NGG fordert in der laufenden Tarifrunde eine Erhöhung aller Entgelte um 160 Euro sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro.

Durch die europaweite Umstrukturierung bei Coca-Cola und dem damit verbundenen Arbeitsplatzabbau in Deutschland ist die Arbeitsbelastung für die verbleibenden Beschäftigten stark angestiegen, da der Volumenausstoß weiterhin stetig steigt. „Die Beschäftigten bei Coca-Cola werden sich das nicht gefallen lassen“, ist Adjan überzeugt und kündigt in den nächsten Wochen bundesweite Aktionen bis hin zu Warnstreiks an.

Hintergrund: Verhandlungspartner der Gewerkschaft NGG ist die Coca-Cola European Partners Deutschland GmbH (CCEP DE). Sie ist für Abfüllung, Verkauf und Vertrieb von Coca-Cola Produkten verantwortlich und das größte Getränkeunternehmen in Deutschland.

In den letzten Jahren wurde die Zahl der Beschäftigten von Coca-Cola in Europa drastisch reduziert. In Deutschland sank die Zahl von rund 12.000 Beschäftigten in 2007 auf etwa 8.000 Ende 2016. Im März 2015 konnte die Gewerkschaft NGG ein Tarifvertragspaket durchsetzen, das den Arbeitsplatzabbau für die Dauer von fünf Jahren sozial verträglich regelt.

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